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Seminare und Vorträge

Vortragende:
Michaela Prutsch-Kalchschmied, Kontakt: 0 699 1246 7610 oder m.prutsch@mima-ergo.at

MindestteilnehmerInnen: 5 Personen

Veranstaltungsort: bitte direkt bei der Vortragenden erfragen! 

Es besteht auch die Möglichkeit, das Seminar direkt vor Ort – z.B. in Ihrem Kindergarten oder an Ihrer Schule – zu halten. 

Seminar 1

„Den Stift im Griff“

Entwicklung und Förderung der fein- und schreibmotorischen Kompetenzen von Kindergartenkindern.   

Viele Kinder im Kindergarten zeichnen gerne oder sind stolz, erste Buchstaben „schreiben“ zu können. Von den ersten Spuren auf dem Papier bis hin zum Schreiben in der Schule ist es allerdings ein langer Weg, auf dem Kinder viele Stunden Stifte, Pinsel und Co. in der Hand gehalten haben. Frei von Leistungsdruck gibt der Kindergarten Raum, den Umgang mit dem Stift zu erproben und schreibmotorische Kompetenzen auf kreative und spielerische Art zu erwerben. Je mehr Übungsmöglichkeiten Kinder haben, umso besser gelingt ihnen ein erfolgreicher schulischer Einstieg in die Welt der Schrift und des Schreibenlernens. Welche Möglichkeiten es gibt, Kinder zum Zeichnen, Malen und Kritzeln einzuladen, erfahren Sie unter anderem in diesem Seminar. 

ZIELGRUPPE: Kindergarten- und KrippenpädagogInnen

AUFBAU: 1 Seminarhalbtag zu 4 Lehreinheiten a 45 min 

INHALTE:   

  • Voraussetzungen und Basisfähigkeiten für Hand- und Schreibmotorik  
  • Entwicklung des Malens, Zeichnens und des Schreibens (von 0 – 6 Jahren)  
  • Fördermöglichkeiten und Spielideen zur Hand- und Schreibmotorik 
  • Tipps zur Stifthaltung und Stiftführung
Seminar 2

„Linke Hand – rechte Hand!?“

Händigkeitsentwicklung und linkshändige Kinder im Kindergarten

Manche Kinder sind beim Spielen, Essen, Malen und Basteln mit der rechten, manche mit der linken Hand geschickter. Außerdem können wir Kinder beobachten, die beim Gebrauch ihrer bevorzugten Hand wechseln, noch unsicher bezüglich der „Arbeitsteilung“ ihrer Hände sind und ungeschickter als andere wirken.

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Frage der Handpräferenz bzw. Händigkeit. Sie erfahren, wie Sie Kinder in der Entwicklung einer guten Spezialisierung und folglich Geschicklichkeit der Hände unterstützen können. Sie erhalten Tipps im Umgang mit Kindern, deren Händigkeitstyp noch unklar ist. Sie lernen einen förderlichen Umgang mit linkshändigen Kindern, sinnvolle Gebrauchsgegenstände für LinkshänderInnen und deren Einsatz kennen. 

ZIELGRUPPE: Kindergarten- und KrippenpädagogInnen

AUFBAU: 1 Seminarhalbtag zu 4 Lehreinheiten a 45 min 

INHALTE: 

  • Bedeutung der Händigkeit für den Menschen
  • Händigkeit aus neurophysiologischer Sicht
  • Händigkeitsgruppen
  • Entwicklung der Händigkeit – motorische Meilensteine
  • Händigkeitssensibler Umgang im Kindergarten in den Bereichen
    • Essen/Trinken
    • Spielsachen 
    • Malen/Zeichnen/Schreibvorbereitung
    • Schneiden mit der Schere
  • Linkshändige Kinder
    • sinnvolle Gebrauchsgegenstände 
    • sonstige praktische Tipps
    • Schreibvorbereitung 
Seminar 3

„Schreiben will gelernt sein!“

Motorische Basisfähigkeiten für den Schreiblernprozess

Schreiben ist eine hochkomplexe Leistung des Menschen! Ein Kind muss eine Vielzahl von Fähigkeiten besitzen bzw. entwickeln, um einen Stift gezielt und locker übers Papier zu führen. Erst wenn die Schreibmotorik des Kindes gut gefestigt ist und das Schreiben leicht von der Hand geht, kann die Aufmerksamkeit und Energie auf andere wichtige Lerninhalte gelenkt werden. Schreiben muss gelernt sein – wie Sie Kinder dabei unterstützen können, erfahren Sie in diesem Seminar.

ZIELGRUPPE: VolksschullehrerInnen

AUFBAU: 1 Seminarhalbtag zu 4 Lehreinheiten a 45 min

INHALTE: 

  • Mal- und Schreibentwicklung
  • Fähigkeiten bzw. Voraussetzungen fürs Schreiben
  • Allgemeine Fördermöglichkeiten zum Bereich Fein- und Schreibmotorik
  • Mögliche Probleme in der Schreibmotorik
  • Fördermöglichkeiten im Vorschul- bzw. Schulkontext
    • Haltung und Sitzplatz
    • Stifthaltung und Stiftführung
    • Passendes Schreibmaterial
    • Allgemeine Prinzipien im Umgang mit schreibauffälligen Kindern
    • Von der Ausgangsschrift zur individuellen Schrift
Seminar 4

„Das mach ich mit links!“

Linkshändige Kinder in der Schule 

Wollen wir linkshändigen Kindern die gleichen Entwicklungschancen wie rechtshändigen einräumen, sind gezielte Förderung und unterstützende Maßnahmen sinnvoll. Linkshändige Kinder werden Tag für Tag mit einer rechtshändig orientierten Umwelt und Gesellschaft konfrontiert. Es können Schwierigkeiten im Umgang mit Gegenständen und Anordnungen entstehen, da diese häufig für einen rechtshändigen Gebrauch gemacht sind. In der Schule bedarf es spezieller Anleitungen und differenzierter Hilfestellungen, um linkshändigen Kindern gerecht zu werden. Deshalb beschäftigen wir uns in diesem Seminar mit der Frage der Händigkeit und gehen im Speziellen auf linkshändige Kinder ein. Unter anderem lernen Sie passende und sinnvolle Utensilien für LinkshänderInnen kennen und erfahren, wie linkshändige Kinder flüssiges und entspanntes Schreiben lernen.   

ZIELGRUPPE: VolksschullehrerInnen

AUFBAU: 1 Seminarhalbtag zu 4 Lehreinheiten a 45 min

INHALTE: 

  • Bedeutung der Händigkeit für den Menschen
  • Händigkeit aus neurophysiologischer Sicht
  • Händigkeitsgruppen
  • Entwicklung der Händigkeit – motorische Meilensteine
  • Händigkeitssensibler Umgang in der Schule
  • Sinnvolle Gebrauchsgegenstände für Linkshänder
  • Sonstige praktische Tipps
  • Entspanntes Schreiben mit Links
Seminar 5

„Sensorische Integration (SI) und Sensorische Balance“

Wie die Körpersinne (kindliches) Verhalten und Erleben beeinflussen

Kinder sind von Geburt an Sinneswesen: über Sinneserfahrungen lernen sie ihren Körper und folglich ihre Umgebung und die Welt kennen. Gut verarbeitete Sinnesinformationen sind eine unerlässliche Basis für kindliche Entwicklungsbereiche wie Aufmerksamkeit und Konzentration, Bewegung, Sprache, Kommunikation und Verhaltensregulation. Außerdem hilft uns „Sinnesnahrung“ zeitlebens, Balance im Alltag zu finden: zurück zu mehr Ruhe, Wohlbefinden, Wachheit und Konzentration – vielleicht durch Musik, ein warmes Bad, ein leckeres Essen, oder einen Waldspaziergang.

Umgekehrt führen eine Dysbalance an Sinnesnahrung oder eine sensorische Verarbeitungsstörung dazu, dass Kinder weniger sinnvoll, zielgerichtet oder ausgeglichen reagieren. In diesen Momenten sind sie bspw. aufgedrehter, tollpatschiger, können schwer bei einer Sache bleiben, geraten in Streit, werden wütend oder ziehen sich zurück. Auch wir Erwachsene kennen Situationen, in denen es uns „zu viel“ wird, in denen wir gereizter reagieren und gefühlt „aus der Spur“ laufen.

In diesem zweiteiligen Seminar setzen wir uns mit der Frage auseinander, wie Sinnesverarbeitung funktioniert und welche Sinnesnahrung unsere Selbstregulation unterstützen kann. Gemeinsam erarbeiten wir, wie wir Kinder in Betreuungseinrichtungen in ihrer sensorischen Balance unterstützen 

ZIELGRUPPE: Kindergarten- und KinderkrippenpädagogInnen

AUFBAU: 2 Seminarhalbtage zu je 4 LH a min. 

INHALTE: 

  • Begriff Körperwahrnehmung und sensorische Integration (SI) 
  • Zusammenhang zwischen SI und Verhalten (insb. Selbstregulation, Erregungsniveau, Aufmerksamkeit)
  • Sensorische Regulationsstörungen und ihre Kennzeichen im Alltag
  • „Sinnesnahrung“ zur Unterstützung der Selbstregulation 
  • „Sinn-volle“ – Umgebungsgestaltung im Kindergarten
  • Vorstellung des „Alert-Program“s und Tipps zur Umsetzung 

 

Seminar 6

„Ergotherapie bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung“

Wie Ergotherapie die Selbständigkeit und Partizipation von Kindern mit ASS fördert

Kinder mit ASS haben eine besondere Art, sich selbst und die Welt zu begreifen. Diese spezielle Form der Wahrnehmung- und Informationsverarbeitung erklärt die besonderen Stärken und Fertigkeiten der Kinder. Gleichzeitig ergeben sich daraus Verhaltensweisn, die unverständlich scheinen und die Kommunikation erschweren.
Was den konkreten Alltag von Kindern mit ASS betrifft, so bestehen nicht selten gravierende Aktivitäts- und Partizipationsprobleme, die die Familien belasten. Der ergotherapeutische Blick hilft, ein vertieftes Verständnis für das Verhalten der Kinder zu entwickeln und sie in ihrer Individualität bei der Alltagsbewältigung zu unterstützen. 

ZIELGRUPPE: alle Menschen, die mit autistischen Kindern arbeiten und leben

AUFBAU: 2 Seminarhalbtage zu je 4 LH a 45 min. 

INHALTE: 

  • Sensorische Verarbeitung (Wahrnehmungsverarbeitung)
    • Arbeitsbereiche der einzelnen Sinne, sensorische Besonderheiten bei ASS
  • Praxie und Handlungskompetenz 
    • Erarbeiten von Alltagstätigkeiten, Strategien zur Aufgabenanpassung
  • Kommunikation und Interaktion
    • SI Therapie und ihr Effekt, Unterstützung mit der Marte Meo Methode
  • Beispiele aus der Praxis
    • Erfahrungen, Austausch, Inspiration